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Betrieb von MS-Institut über mehrere Filialen mit gleichem Datenbestand.

Frage:
Wir haben mehrere Filialen und wollen MS-Institut übergreifend benutzen. Kann z.B. per FTP-Zugriff der Datenbestand auf einem zentralen Server abgelegt werden, so dass alle Filialen auf diesen Bestand zugreifen können?

Antwort:
Ja, das geht.
Grundsätzlich ist MS-Institut netzwerkfähig, was einen gleichzeitigen Zugriff auf den gleichen Datenbestand von zwei Rechnern aus ermöglicht. Dabei wird im Normalfall allerdings davon ausgegangen, dass die Rechner an einem Ort installiert sind und per LAN bzw. WLAN miteinander verbunden sind. Diese Variante ist bereits vielfach im Einsatz und funktioniert problemlos.

Soll MS-Institut über zwei entfernte Standorte auf die gleichen Daten zugreifen, ist dies nur über eine Internetverbindung beider Systeme und einer Ablage der Mandanten-Datenbank auf einem FTP-Server (ein zentraler Speicherplatz im Internet) möglich. Damit nun MS-Institut auf dieses Internet-Verzeichnis zugreifen kann, muss eine ständige Laufwerks-Verbindung zu dem FTP-Server eingerichtet werden. Das geschieht mit Hilfe eines Tools (z.B. NetDrive - http://www.netdrive.net/home.html), welches die Serveradresse im Windows-Explorer als einen Laufwerksbuchstaben zuordnet. Dieses so eingerichtete Laufwerk wird anschließend in MS-Institut als Datenpfad eingerichtet.

Bei dieser Variante ist allerdings zu bedenken, dass der Zugriff auf die so zentral abgelegten Daten je nach Verbindungsgeschwindigkeit der Rechner zum Internet und je nach Qualität des FTP-Servers deutlich langsamer sein kann, als bei einem gemeinsamen Zugriff in einem lokalen Netzwerk. Es müsste daher im Einzelfall geprüft werden, ob diese Variante sinnvoll machbar ist. Tests mit einer 16.000 DSL-Verbindung und einem schnellen FTP-Server haben nur geringe Zeitverzögerungen beim Zugriff auf die Daten ergeben.

Zur Einrichtung von MS-Institut mit obiger Variante gehen Sie bitte wie folgt vor:
  • Die Software MS-Institut wird lokal auf jedem PC installiert, der auf die zentralen Daten zugreifen soll.
    Bitte beachten Sie dabei, dass Sie für jede Installation von MS-Institut eine Lizenz benötigen.
  • Auf einem FTP-Server legen Sie z.B. ein Verzeichnis "MS-Institut\daten" an.
  • Damit nun MS-Institut auf dieses Verzeichnis zugreifen kann, muß eine Verbindung zu dem FTP-Server eingerichtet werden, die der Serveradresse im Windows-Explorer einen Laufwerksbuchstaben zuordnet.
  • Dies geht mit Hilfe eines Tools wie z.B. NetDrive (http://www.netdrive.net/home.html). Das Tool macht den FTP-Server als Laufwerksbuchstaben im Windows-Explorer sichtbar. MS-Institut greift dann auf diesen Laufwerksbuchstaben zu. Dem FTP-Laufwerk weisen Sie so z.B. den Laufwerksbuchstaben "W:\" zu.
  • Anschließend wird in MS-Institut der Datenpfad wie folgt eingestellt: "W:\MS-Institut\daten".
  • Nach dem Ändern des Datenpfades zunächst MS-Institut beenden und neu starten.
  • Danach legen Sie einen neuen Mandanten an, der dann auf dem FTP-Laufwerk erstellt wird.
In anderen Filialen müssen Sie analog vorgehen. Erst wenn auf allen Systemen der Datenpfad auf den FTP-Server eingestellt ist, kann gemeinsam mit den gleichen Daten gearbeitet werden. Wichtig: In allen Instituten muß der Mandant in der Mandantenübersicht die gleiche Nummer bekommen. Das ist die Zahl in der Spalte "Nr". Hintergrund: Anhand dieser Nummer wird der Name der Datenbank festgelegt. Hat eine andere Filiale eine andere Nummer vor dem Mandantennamen, sucht MS-Institut nach einer anderen Datenbank.

Bitte bedenken Sie bei einer solchen Lösung, dass Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre Daten haben, wenn die Internetverbindung einmal nicht zur Verfügung steht.